Laub im Garten

Laub im Garten

Laub im Garten

Laub im Garten – Abfall oder Dünger?

Herbstlaub düngt und dämmt hervorragend.

Viele Gartenbesitzer betrachten Laub als lästigen Abfall. In den meisten Gärten fällt im Herbst viel Laub an, das nicht nur mühsam zusammengeharkt, sondern auch fachgerecht entsorgt werden muss. Was viele Hobbygärtner nicht wissen: In der Flächenkompostierung oder kleingehäckselt im Thermokomposter verwandelt sich Laub überraschend schnell in wertvollen Humus. An den richtigen Stellen im Garten eingesetzt, können die abgefallenen bunten Blätter jedoch sehr nützlich sein. So eignen sie sich zum Beispiel hervorragend für die Herstellung von nährstoffreichem Mulchkompost. Zum Beispiel für Gartenblumen oder auch als Vorbereitung für die Pflanzerde von Gemüsebeete im kommenden Frühjahr.
Die Herstellung ist ganz einfach: Das Laub mit dem Rasenmäher zerkleinern, oder wenn bereits zusammen gerecht, in den Gartenhäcksler geben. So vorbehandelt ist der Verrottungsprozess dann dreimal so schnell wie normal. Anschließend die geschredderten Blätter in einen gut isolierenden Thermokomposter füllen streuen, mit Kompost-Beschleuniger aus Ihrem Fachmarkt mischen, etwas Wasser hinzugeben und schon entsteht in wenigen Wochen guter Kompost.

Statt dessen können Sie auch das Laub direkt in einer Dicken Schicht auf den Beeten verteilen. 20 Zentimeter Dicke sind dafür ausreichend. Anschließend mit Kompost-Beschleuniger überstreuen. Bis zum Frühjahr hat es sich zersetzt und verbessert den Boden. Laub lässt sich auch als Schutz für kälteempfindliche Stauden und zur Überwinterung wertvoller Nützlinge einsetzen, denn die Dämmwirkung von trockenem Laub ist überraschend gut. Igel oder Marienkäfer verkriechen sich im Herbst gerne darin und stehen dann im nächsten Frühjahr rechtzeitig wieder bereit, um Schädlinge in Ihrem Garten zu vertilgen. Deswegen am besten einer Ecke des Gartens ein oder zwei größere Laubhaufen einfach liegen lassen. Der passende Untermieter wird sich schnell einfinden.